Aktien · Übernahmen
Elektronikhändler Fnac Darty: EU gibt Übernahme durch EP Group frei
Fnac Darty ist ein europäischer Einzelhandelskonzern für Elektronik, Haushaltsgeräte, Bücher und andere Kulturprodukte. Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme durch EP Group kartellrechtlich genehmigt. Laut Unternehmensmitteilung ist damit die letzte erwartete behördliche Genehmigung erteilt.
Für Aktionäre ist vor allem der nächste Schritt wichtig: Das öffentliche Übernahmeangebot beträgt 35 Euro je Aktie, nach der bereits gezahlten Dividende von einem Euro für das Geschäftsjahr 2025. Die Angebotsfrist soll Anfang November enden; den endgültigen Zeitplan muss die französische Finanzmarktaufsicht AMF noch veröffentlichen.
Die Bedeutung: Die EU-Freigabe beseitigt eine behördliche Hürde auf dem Weg zur Übernahme. Sie ist aber noch kein Vollzug der Transaktion. Die Meldung betrifft deshalb vor allem Anleger, die Fnac-Darty-Aktien halten oder das Übernahmeangebot prüfen. Eine Aussage über die Entwicklung des gesamten Elektronikhandels lässt sich daraus nicht ableiten.
- Unternehmensmitteilung via GlobeNewswire · 20.10.2026 07:30 Uhr (Berlin)
Wirtschaft
Deutsche Industrie hat seit 2019 rund 496.000 Arbeitsplätze verloren
In der deutschen Industrie arbeiteten Ende 2025 rund 496.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte weniger als zu Beginn des Jahres 2019. Das entspricht einem Rückgang um 7,1 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer am 19. Oktober veröffentlichten Studie der ifo-Niederlassung Dresden.
Im Dienstleistungssektor entstanden im selben Zeitraum dagegen mehr als 2,2 Millionen Stellen, vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der öffentlichen Verwaltung. Der industrielle Stellenabbau steht damit einem deutlich größeren Beschäftigungszuwachs in anderen Wirtschaftsbereichen gegenüber.
Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden, sieht dennoch ein mögliches Wachstumsproblem: Die neuen Stellen entstünden meist nicht dort, wo Deutschland besonders produktiv und innovativ sei. Wirtschaftlich zählt deshalb nicht allein die Zahl der Arbeitsplätze, sondern auch die Wertschöpfung je Beschäftigten. Die Verschiebung zwischen Branchen kann das Wachstumspotenzial verändern, ohne dass die Gesamtbeschäftigung sinken muss.
- ifo Institut · 19.10.2026 09:00 Uhr (Berlin)
Wirtschaft
Auftragsbestand der deutschen Industrie liegt 10,7 Prozent über Vorjahr
Der reale Auftragsbestand im deutschen Verarbeitenden Gewerbe ist im August 2026 gegenüber Juli saison- und kalenderbereinigt um 0,5 Prozent gestiegen. Gegenüber August 2025 lag er kalenderbereinigt um 10,7 Prozent höher. Das teilte das Statistische Bundesamt am 19. Oktober auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit.
Der Auftragsbestand erfasst bereits bestellte, aber noch nicht abgearbeitete Aufträge. Er ist deshalb vom Auftragseingang zu unterscheiden. Ein größerer Bestand kann die künftige Produktion stützen, kann aber auch entstehen, wenn Unternehmen Aufträge langsamer abarbeiten. Aus dem Anstieg allein lässt sich daher weder ein entsprechendes Wachstum neuer Bestellungen noch eine bereits eingetretene Belebung der Produktion ableiten.
- Statistisches Bundesamt (Destatis) · 19.10.2026 08:00 Uhr (Berlin)
Krypto · Meldungsdatum: 19.10.2026
Sparkassen starten Kryptohandel: Bitcoin und Co. kommen in die Banking-App
Erste Sparkassen ermöglichen den Kryptohandel über die eigene App. Das Deka-Angebot startet schrittweise – über die Teilnahme entscheidet jedes Institut selbst.
Der schrittweise Start begann am 19. Oktober 2026. Die vollständige Meldung mit Angaben zu Verwahrung, Übertragungen, Risiken und Quellen lesen →
