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Novartis: Remibrutinib senkt MS-Schubrate in zwei Phase-III-Studien

Der Pharmakonzern Novartis hat Ergebnisse aus zwei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien zu Remibrutinib bei schubförmiger Multipler Sklerose vorgestellt. Der oral einzunehmende Wirkstoff senkte die jährliche Schubrate gegenüber Teriflunomid relativ um 35,2 % beziehungsweise 31,2 %. Damit erreichten beide Studien ihren primären Endpunkt statistisch signifikant.

Bei der Behinderungsentwicklung ist die Aussage differenzierter: In der gemeinsamen Auswertung sank das Risiko einer über sechs Monate bestätigten Verschlechterung relativ um 29,2 %, allerdings nur mit nominaler statistischer Signifikanz. Dieses Ergebnis ist daher nicht mit dem abgesicherten Nachweis beim Hauptendpunkt gleichzusetzen.

Nach Unternehmensangaben wurde kein Lebersicherheitssignal beobachtet. Erhöhte Leberenzymwerte oberhalb des Dreifachen der Normgrenze traten bei 2,0 % unter Remibrutinib und bei 7,4 % unter Teriflunomid auf. Novartis will weltweit die Zulassung für diese MS-Anwendung beantragen. Die Daten unterstützen damit eine mögliche Erweiterung des Einsatzgebiets; eine Zulassungsentscheidung steht noch aus.

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GTT: Umsatz sinkt um 4,9 %, Auftragsbestand erreicht 1,8 Milliarden Euro

GTT, ein Entwickler von Membran-Tanksystemen für den Transport und die Lagerung verflüssigter Gase, hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatz von 570,1 Millionen Euro erzielt. Das waren 4,9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.

GTT führt den Rückgang vor allem auf weniger Flüssiggas-Tankschiffe im Bau zurück, nachdem in den ersten neun Monaten 2025 vergleichsweise wenige Aufträge eingegangen waren. Zudem werden zuvor vorgezogene Schiffsliefertermine wieder an die ursprünglichen Vertragsfristen angepasst. Die dadurch verursachte Umsatzverschiebung beziffert GTT auf weniger als 2 % des Neunmonatsumsatzes.

Der neue Auftragseingang zeichnet ein stärkeres Bild: GTT verbuchte 80 Bestellungen, darunter 71 für neue LNG-Tankschiffe mit geplanten Lieferungen zwischen 2028 und 2030. Der Auftragsbestand im Kerngeschäft umfasst 299 Einheiten im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Damit stehen schwächeren laufenden Erlösen bereits Aufträge für spätere Jahre gegenüber. Auftragsbestand und aktueller Umsatz sind jedoch nicht gleichzusetzen.

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Großaufträge treiben deutsche Bauaufträge im August um 23 % nach oben

Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im August 2026 preisbereinigt sowie kalender- und saisonbereinigt um 23,0 % gegenüber Juli gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sorgten mehrere Großaufträge für den höchsten monatlichen Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 1991. Im Hochbau legten die Bestellungen um 12,4 %, im Tiefbau um 31,6 % zu.

Der weniger schwankungsanfällige Dreimonatsvergleich zeigt allerdings deutliche Unterschiede: Von Juni bis August lagen die Aufträge insgesamt 7,6 % über den drei Monaten zuvor. Während der Tiefbau um 13,8 % zulegte, erreichte der Hochbau nur ein Plus von 0,6 %.

Der Rekordsprung ist deshalb kein Beleg für einen gleichmäßigen Aufschwung der gesamten Baubranche. Neue Aufträge können die spätere Auslastung stützen, sind aber noch keine erbrachte Bauleistung. Für die Einordnung ist entscheidend, dass die stärkere Entwicklung bislang vor allem im Tiefbau liegt.

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Idorsia: Daridorexant erreicht Studienziel bei Schlafstörungen von Kindern

Das Pharmaunternehmen Idorsia hat positive Phase-II-Daten zu seinem Schlafmittel Daridorexant bei Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Die randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie untersuchte 165 Teilnehmer im Alter von zehn bis unter 18 Jahren über zwei Wochen. Sie erreichte den primären Endpunkt: Nach der ersten Einnahme zeigte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Dosis und objektiv gemessener Gesamtschlafzeit.

Bei 50 Milligramm nahm die Schlafzeit gegenüber dem Ausgangswert um 50 Minuten zu, unter Placebo um 20 Minuten. Der Unterschied betrug damit 30 Minuten – nicht 50 Minuten. Nach zwei Wochen berichteten Betreuungspersonen einen Zuwachs von ungefähr 69 Minuten unter dieser Dosis gegenüber rund 30 Minuten unter Placebo.

Nach Unternehmensangaben war die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse bei 50 Milligramm ähnlich wie unter Placebo. Idorsia erwartet den Start des pädiatrischen Phase-III-Programms im zweiten Halbjahr 2027. Damit konkretisiert sich die Entwicklung für eine mögliche zusätzliche Patientengruppe; die kurze Phase-II-Studie ersetzt weder den größeren Wirksamkeitsnachweis noch eine Zulassung für Kinder.

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