Marktüberblick · 16. Oktober 2026
TSMC legt neue Quartalszahlen vor, die US-Arbeitsmarktdaten zeigen nur wenig Bewegung und der Konjunkturbericht der Fed beleuchtet den Druck auf Unternehmen.
TSMC legt kräftig zu und erwartet weiteres Umsatzwachstum
TSMC hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient und stellt für das Jahresende weiteres Wachstum in Aussicht. Der Chipfertiger führt das starke Geschäft auf die Nachfrage nach seinen fortschrittlichen Fertigungsverfahren zurück.
Der Gewinn stieg um 68,7 Prozent auf 763,06 Milliarden Taiwan-Dollar. Der Umsatz erreichte 46,72 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 41,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Je US-Hinterlegungsschein (ADR) verdiente TSMC 4,60 US-Dollar.
Damit lag der Gewinn über den von Investor’s Business Daily genannten FactSet-Schätzungen von 4,46 US-Dollar. Für das vierte Quartal erwartet TSMC 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar Umsatz – rund 12 bis 16 Prozent mehr als im dritten Quartal.
Die US-Hinterlegungsscheine verloren am 15. Oktober dennoch 1,8 Prozent. Der Tagesrückblick des Wall Street Journal ordnet das Minus in einen breiteren Ausverkauf bei KI-Werten ein.
Für Anleger steht damit eine starke Geschäftsentwicklung einem schwachen Börsentag gegenüber: TSMC übertrifft die Gewinnerwartungen und plant mit weiterem Umsatzwachstum. Die Zahlen reichten an diesem Tag jedoch nicht aus, um die US-Papiere gegen den Verkaufsdruck im KI-Sektor zu stützen.
US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen leicht auf 199.000
In den USA haben in der Woche bis zum 10. Oktober saisonbereinigt 199.000 Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt. Das sind 1.000 mehr als in der Vorwoche, deren Wert nachträglich auf 198.000 angehoben wurde. Der Durchschnitt der vergangenen vier Wochen liegt bei 198.500.
Die Erstanträge liefern einen zeitnahen Einblick in die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Saisonbereinigung soll wiederkehrende Einflüsse herausrechnen, etwa rund um Feiertage. Trotzdem können einzelne Wochen schwanken; der Vierwochendurchschnitt hilft deshalb bei der Einordnung.
Die Zahl erfasst neu gestellte Unterstützungsanträge, nicht alle Arbeitslosen. Für ein vollständigeres Bild sind weitere Daten nötig. Die vorläufigen Werte können zudem in der nächsten Veröffentlichung korrigiert werden.
Fed-Beige-Book: überwiegend verhaltenes Wachstum bei anhaltendem Preisdruck
Die US-Wirtschaft wächst regional unterschiedlich, während Unternehmen weiter von Preisdruck berichten. Dieses Bild zeichnet das am 14. Oktober aktualisierte Beige Book der Fed. Die meisten Bezirke melden beim Konsum wenig Veränderung; höhere Ölpreise spielen in allen Regionalberichten eine Rolle.
Das Beige Book bündelt Beobachtungen aus Gesprächen und Befragungen in den zwölf Notenbankbezirken. Es macht sichtbar, wo Unternehmen Nachfrage, Beschäftigung und Kosten anders wahrnehmen als zuvor. Die Informationen dieser Ausgabe wurden bis zum 5. Oktober gesammelt.
Besonders aufschlussreich ist das Zusammenspiel von Kosten und Nachfrage: Steigen die Kosten, während Kunden höhere Preise nur begrenzt akzeptieren, geraten Gewinnspannen unter Druck. Genau solche Erfahrungen schildern Unternehmen im Bericht. Er ergänzt damit die Konjunkturstatistik um Einblicke aus dem Geschäftsalltag.
