Tommy Cash · Finanzen einfach erklärt.
Stand: 7. Oktober 2026
Wenn Erträge investiert bleiben, können sie selbst weitere Erträge erwirtschaften. Beim ETF-Sparplan kommt regelmäßig neues Geld hinzu. Beides kann beim Vermögensaufbau zusammenwirken. Wie viel daraus wird, hängt aber von deinen Einzahlungen, der Laufzeit und der tatsächlichen Wertentwicklung ab.
Eine Rechnung hilft dir, diese Zusammenhänge zu verstehen. Sie zeigt, was unter bestimmten Annahmen herauskommen würde. Sie sagt dir nicht, welchen Betrag dein Depot später sicher erreicht.
Du brauchst dafür keine komplizierte Finanzplanung. Beginnen wir mit dem einfachen Prinzip und schauen danach, wie du einen Sparplan sinnvoll durchrechnest.
1. Was bedeutet Zinseszins?
Stell dir ein Guthaben von 1.000 Euro vor, das jährlich mit festen 3 Prozent verzinst wird. Die Zinsen werden am Jahresende gutgeschrieben und bleiben auf dem Konto.
Nach dem ersten Jahr sind es 1.030 Euro. Im zweiten Jahr werden die 3 Prozent auf diese 1.030 Euro berechnet. Du erhältst 30,90 Euro Zinsen statt 30 Euro. Dein Guthaben wächst auf 1.060,90 Euro.
Die zusätzlichen 90 Cent entstehen, weil die ersten Zinsen nun selbst Zinsen bringen. Das ist Zinseszins. Im Beispiel gibt es keine weiteren Einzahlungen; Kosten und Steuern bleiben unberücksichtigt. Die festen 3 Prozent sind eine erfundene Rechenannahme, kein aktuelles Bankangebot.
Hebst du die Zinsen jedes Jahr ab, bleiben nur die ursprünglichen 1.000 Euro verzinst. Dann fällt dieser zusätzliche Effekt weg.
2. Ein Aktien-ETF zahlt keinen festen Sparzins
Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds. Bei einem Aktien-ETF entstehen Ergebnisse durch Veränderungen der Aktienkurse und durch Dividenden, also Zahlungen von Unternehmen an ihre Aktionäre. Beides kann schwanken. [1]
Die Rendite beschreibt das Ergebnis deiner Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Aus 1.000 Euro werden ohne weitere Einzahlungen nach einem Jahr 1.070 Euro: Das entspricht 7 Prozent Rendite. Aus 1.000 Euro werden 900 Euro: Das entspricht minus 10 Prozent.
Beim ETF spricht man oft ebenfalls vom Zinseszinseffekt. Gemeint ist das Prinzip, dass ein investiert bleibender Wertzuwachs und wiederangelegte Erträge an der weiteren Entwicklung teilnehmen. Ein vertraglich zugesagter Zins steckt dahinter nicht.
Ein Jahr mit Gewinn verpflichtet den Markt zu nichts. Dein größeres Depot kann im nächsten Jahr weiter wachsen oder an Wert verlieren. Auch über lange Zeiträume ist ein Gewinn nicht garantiert. [1]
Was Wiederanlage praktisch bedeutet
Ein thesaurierender ETF behält Erträge im Fonds und legt sie wieder an. Ein ausschüttender ETF zahlt Erträge an dich aus. Möchtest du diese ebenfalls weiter investieren, musst du die Wiederanlage organisieren. [1]
Ausgezahltes Geld, das auf deinem Konto liegen bleibt oder ausgegeben wird, nimmt nicht mehr an der ETF-Entwicklung teil. Wiederanlage kann deshalb einen Unterschied machen. Sie beseitigt aber das Kursrisiko nicht.
Für eine Rechnung brauchst du die Gesamtrendite: Kursentwicklung und Erträge zusammen, hier mit vollständiger Wiederanlage. Eine bereits so berechnete Rendite darfst du nicht noch einmal um eine Dividendenrendite erhöhen. Sonst zählst du Erträge doppelt.
3. Einmalanlage und Sparrate sind zwei verschiedene Bausteine
Bei einer Einmalanlage investierst du einen vorhandenen Betrag zu Beginn. Dieser gesamte Betrag nimmt von Anfang an an der Wertentwicklung teil.
Bei einem Sparplan kommen laufend neue Beträge hinzu. Die erste Rate bleibt lange investiert, die letzte Rate nur kurz. Deshalb darfst du nicht so rechnen, als wäre die Summe aller späteren Einzahlungen schon am ersten Tag angelegt worden.
Eigenes Modellbeispiel: 10.000 Euro werden sofort investiert und bleiben 20 Jahre angelegt. Bei angenommenen 3 Prozent jährlicher Rendite nach Fondskosten, aber vor persönlichen Steuern, würden daraus rund 18.061 Euro. Davon sind 10.000 Euro die Einmalanlage und rund 8.061 Euro modellierter Wertzuwachs. Handels- und Depotkosten sowie Inflation sind nicht berücksichtigt.
Bei 200 Euro monatlich über denselben Zeitraum zahlst du dagegen insgesamt 48.000 Euro ein. Das Ergebnis berechnen wir im nächsten Abschnitt mit den jeweiligen Zahlungszeitpunkten.
Hast du sowohl Anfangskapital als auch eine Sparrate, berechnest du beide Teile getrennt und addierst die Endwerte. Eine Sparrate aus deinem Einkommen ist außerdem eine andere Entscheidung als das schrittweise Investieren einer bereits vorhandenen größeren Summe.
4. Was aus 200 Euro monatlich werden könnte
Wir betrachten einen Sparplan ohne Anfangskapital. Du investierst 20 Jahre lang jeden Monat 200 Euro. Das sind 240 Raten und insgesamt 48.000 Euro Einzahlungen.
Für alle drei Szenarien gelten dieselben Modellannahmen:
- Die Einzahlung erfolgt am Monatsende, erstmals nach einem Monat. Die letzte Rate erhält im Modell keine weitere Rendite.
- Die Sparrate bleibt unverändert. Es gibt keine Entnahmen oder Sparpausen.
- Alle Erträge werden vollständig wiederangelegt.
- Die angenommene jährliche Gesamtrendite gilt nach Fondskosten und wird in eine gleichmäßige monatliche Rendite umgerechnet.
- Persönliche Steuern, Kauf- und Verkaufsgebühren, Spreads und Depotgebühren sind nicht abgezogen. Ein Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
- Die Beträge sind nominal: Sie zeigen Eurobeträge in der Zukunft, noch ohne Bereinigung um Inflation.
| Angenommene Rendite pro Jahr | Einzahlungen | Modellierter Gewinn / Verlust | Depotwert nach 20 Jahren |
|---|---|---|---|
| −2 % | 48.000 Euro | −8.480 Euro | 39.520 Euro |
| 3 % | 48.000 Euro | +17.371 Euro | 65.371 Euro |
| 7 % | 48.000 Euro | +53.507 Euro | 101.507 Euro |
Eigene Berechnung, auf volle Euro gerundet. Keine Prognose und keine historischen Marktdaten. Die drei Renditen sind bewusst gewählte Rechenannahmen. Sie haben keine zugeordneten Eintrittswahrscheinlichkeiten und bilden weder Unter- noch Obergrenzen ab. Auch schlechtere Ergebnisse sind möglich.
Was kannst du daraus mitnehmen? Deine Einzahlungen sind ein wesentlicher Teil des Vermögensaufbaus. Die Wiederanlage und eine positive Wertentwicklung können zusätzlich beitragen. Bei einer negativen Entwicklung liegt dein Depotwert trotz regelmäßigen Sparens unter deinen Einzahlungen.
Der Abstand zwischen den Ergebnissen zeigt außerdem, wie empfindlich eine langfristige Rechnung auf ihre Renditeannahme reagiert. Eine besonders schöne Endsumme macht die Annahme nicht wahrscheinlicher.
5. Warum 7 Prozent pro Jahr nicht einfach 7 geteilt durch 12 sind
In unseren Szenarien ist die Jahresrendite effektiv angegeben. Das bedeutet: Der gesamte Zuwachs einschließlich des Aufbaueffekts innerhalb eines Jahres beträgt beispielsweise 7 Prozent.
Die passende Monatsrendite beträgt dann rund 0,5654 Prozent. Zwölfmaliges Aufzinsen mit diesem Wert ergibt zusammen genau 7 Prozent Jahresrendite. Teilst du dagegen 7 Prozent einfach durch zwölf und lässt jeden Monat aufzinsen, erhältst du rund 7,229 Prozent im Jahr. Deine Rechnung wäre dadurch zu optimistisch.
Auch der Zahlungszeitpunkt zählt: Bei der 3-Prozent-Annahme würden 200 Euro am Monatsanfang statt am Monatsende nach 20 Jahren rund 65.532 Euro ergeben. Jede Rate wäre einen Monat länger investiert. Das verändert die Rechnung, garantiert bei echten schwankenden Kursen aber keinen Vorteil.
Du musst die Formel nicht auswendig lernen. Prüfe bei einem Rechner, welche Jahresrendite gemeint ist und wann die Einzahlungen erfolgen. Der genaue Rechenweg für diesen Artikel steht im getrennten Rechenanhang.
6. Echte Kurse verlaufen anders als eine Modellrechnung
Die Tabelle verteilt jedes Jahresergebnis gleichmäßig auf die Monate. Ein reales Depot entwickelt sich nicht so. Es kann steigen, fallen und über längere Zeit kaum vorankommen. Vergangene Durchschnittsrenditen liefern keine verlässliche Zusage für die Zukunft. [1]
Bei regelmäßigen Einzahlungen beeinflusst auch die Reihenfolge der Ergebnisse den Endwert. Ein einfaches Zweijahresbeispiel macht das sichtbar:
Eigenes Beispiel mit jährlichen Einzahlungen: Du investierst 1.000 Euro zu Beginn und jeweils weitere 1.000 Euro am Ende von Jahr 1 und Jahr 2. Insgesamt sind es 3.000 Euro. Kosten, Steuern und Inflation bleiben außen vor.
- Erst −20 Prozent, dann +25 Prozent: 1.000 Euro fallen auf 800 Euro. Nach der nächsten Einzahlung sind es 1.800 Euro. Diese wachsen im zweiten Jahr auf 2.250 Euro. Mit der letzten Einzahlung stehen am Ende 3.250 Euro im Depot.
- Erst +25 Prozent, dann −20 Prozent: 1.000 Euro wachsen auf 1.250 Euro. Nach der nächsten Einzahlung sind es 2.250 Euro. Diese fallen im zweiten Jahr auf 1.800 Euro. Mit der letzten Einzahlung stehen am Ende 2.800 Euro im Depot.
Bei einer Einmalanlage ohne weitere Zahlungen würden sich diese beiden Veränderungen exakt ausgleichen: 1.000 × 0,80 × 1,25 = 1.000 Euro. Beim Sparen trifft die Entwicklung dagegen unterschiedlich große investierte Beträge.
Eine glatte Modellkurve würde diese Unterschiede verdecken. Sie wäre eine Darstellung der Annahmen, kein möglicher Kursfahrplan mit zugesicherten Zwischenständen. Auch eine feste Verdopplungszeit lässt sich für ein ETF-Depot nicht versprechen.
7. Kosten, Steuern und Kaufkraft verändern das Ergebnis
Kosten: Was ist schon berücksichtigt?
Laufende Fondskosten werden aus dem Fondsvermögen bezahlt und sind in der tatsächlichen ETF-Wertentwicklung bereits enthalten. Die TER, die Gesamtkostenquote, erfasst wesentliche laufende Fondskosten, aber nicht alle Kosten deiner Anlage. Zusätzlich können Handels- und Depotkosten entstehen. [2]
Unsere Szenarien verwenden eine Rendite nach Fondskosten. Deshalb ziehen wir die TER nicht noch einmal ab. Rechnest du dagegen mit einer Indexrendite vor Kosten, brauchst du eine passende Anpassung für die Umsetzung im ETF.
Achte auch auf dein Monatsbudget: Wenn von insgesamt 200 Euro beispielsweise 1 Euro Kaufgebühr abgeht, werden nur 199 Euro investiert. Zahlst du die Gebühr zusätzlich, bleibt die investierte Rate bei 200 Euro, aber deine monatliche Ausgabe steigt auf 201 Euro. Das ist eine Beispielannahme, keine Anbieterkondition.
Steuern: Depotwert ist nicht gleich verfügbarer Betrag
Für Deutschland: Bei Investmentfonds können Ausschüttungen, Vorabpauschalen und Gewinne aus dem Verkauf steuerlich relevant sein. Eine Vorabpauschale ist ein nach gesetzlichen Regeln ermittelter Investmentertrag, der unter bestimmten Voraussetzungen bereits vor dem Verkauf angesetzt wird. Wiederanlage macht Erträge nicht automatisch steuerfrei. [3]
Wie hoch deine persönliche Steuerbelastung ausfällt, hängt unter anderem von Fondsart, Freibeträgen und deiner Situation ab. Eine Teilfreistellung nimmt einen Teil der Erträge von der Besteuerung aus; bei steuerlich qualifizierenden Aktienfonds im Privatvermögen sind das nach deutschem Recht 30 Prozent. [4]
Deshalb sind unsere Endwerte ausdrücklich vor persönlichen Steuern. Eine pauschale Kürzung jeder Jahresrendite um denselben Steuersatz würde Zeitpunkt, Freibeträge und Fondsregeln nicht sauber abbilden. Für eine konkrete Nettoplanung brauchst du ein eigenes Steuermodell.
Inflation: Was kannst du dir später dafür kaufen?
Inflation bedeutet, dass das allgemeine Preisniveau steigt. Die Kaufkraft deines Geldes sinkt: Für denselben Betrag bekommst du weniger Waren und Dienstleistungen. [5]
Eigene Ergänzungsrechnung: Bei angenommenen 2 Prozent Inflation pro Jahr entsprechen die rund 65.371 Euro aus dem 3-Prozent-Szenario nach 20 Jahren einer Kaufkraft von rund 43.993 Euro in heutigen Preisen. Die 2 Prozent sind hier eine Modellannahme, keine Aussage über die aktuelle oder künftige Inflationsrate. Persönliche Steuern bleiben weiterhin unberücksichtigt.
Die Umrechnung lautet: künftiger Betrag geteilt durch 1,02 hoch 20. Sie zeigt die heutige Kaufkraft des Endwerts. Sie ist keine Berechnung deines realen Gewinns, denn auch die 48.000 Euro Einzahlungen erfolgen zu verschiedenen Zeitpunkten.
Bleibt deine Sparrate bei 200 Euro, nimmt bei steigenden Preisen auch ihre Kaufkraft ab. Eine spätere Erhöhung kann sinnvoll sein, wenn dein Einkommen und dein Budget das zulassen. Sie ist in unseren Szenarien nicht enthalten.
8. Was passiert bei einer Sparpause?
Ein Sparplan muss zu deinem Leben passen. Ändert sich dein Einkommen, kannst du deine Planung anpassen, statt eine Rate um jeden Preis durchzuhalten. Wie du deine notwendige Rücklage planst, behandeln wir in Artikel 4.
Eigenes Modellbeispiel: Im 3-Prozent-Szenario lässt du nach den ersten fünf Jahren für zwei Jahre die Einzahlungen aus. Danach zahlst du bis zum Ende des zwanzigsten Jahres wieder 200 Euro monatlich. Das vorhandene Depot bleibt investiert; es gibt keine Entnahmen. Die übrigen Annahmen gelten unverändert.
Du zahlst dann 43.200 Euro statt 48.000 Euro ein. Der modellierte Endwert beträgt rund 58.118 Euro. Davon sind rund 14.918 Euro modellierter Wertzuwachs. Gegenüber dem durchgehenden Sparplan fehlen am Ende rund 7.253 Euro: 4.800 Euro ausgelassene Einzahlungen und rund 2.453 Euro rechnerischer zusätzlicher Ertrag auf diese Einzahlungen.
Das gilt unter der positiven Modellannahme. Bei einer negativen Entwicklung können ausgelassene Käufe auch Verluste vermeiden. Und das vorhandene Depot schwankt während einer Pause weiter.
Eine Pause macht deine bisherigen Schritte nicht wertlos. Sie verändert den weiteren Rechenweg. Passe deshalb Sparrate, Laufzeit oder Ziel an, wenn sich deine Situation ändert.
9. So planst du Schritt für Schritt
- Formuliere dein Ziel. Wofür sparst du, und wann brauchst du das Geld? Ein Zielbetrag in heutigen Preisen ist aussagekräftiger als eine große Zahl ohne Kaufkraftbezug.
- Trenne Anfangskapital und Sparrate. Nutze nur Geld, dessen Anlage zu deiner finanziellen Situation passt. Notgroschen und kurzfristig notwendige Ausgaben gehören in eine eigene Planung.
- Lege die Rechenregeln fest. Laufzeit, Zahlungszeitpunkt, Wiederanlage und Kostenbehandlung müssen klar sein. Die Einrichtung des Sparplans selbst behandeln wir in Artikel 2.
- Rechne mehrere Szenarien. Prüfe eine schwache oder negative Entwicklung ebenso wie positive Annahmen. Betrachte zusätzlich eine mögliche Sparpause.
- Übersetze das Ergebnis in deinen Alltag. Reicht die Kaufkraft für dein Ziel? Welche Steuern und Kosten fehlen noch? Wäre dein Plan bei einem deutlichen Kursrückgang weiter tragbar?
- Prüfe den Plan regelmäßig. Beispielsweise jährlich und bei größeren Veränderungen im Leben. Ein kurzes schwaches Börsenjahr ist für sich genommen kein Grund, jede langfristige Annahme neu auszurichten.
Wenn dein Ziel nur unter einer sehr hohen Rendite erreichbar wäre, prüfe die beeinflussbaren Größen: Sparrate, Laufzeit und Zielbetrag. Eine höhere Zahl im Renditefeld löst die finanzielle Lücke nicht.
Der typische Fehler: die schönste Rechnung zum Plan machen
Ein Rechner kann dir mit wenigen Eingaben einen beeindruckenden Endwert anzeigen. Leicht wird daraus eine Erwartung: „Wenn ich das so durchziehe, habe ich später genau diesen Betrag.“
Prüfe stattdessen, worauf die Zahl beruht. Wurden spätere Einzahlungen schon ab Beginn verzinst? Sind Ausschüttungen doppelt enthalten? Fehlen Kosten, Steuern oder Inflation? Gibt es nur ein positives Szenario?
Eine gute Rechnung hilft dir, Entscheidungen einzuordnen. Sie nimmt dir die Unsicherheit der Märkte nicht ab.
Tommy-Cash-Merksatz: Plane mit dem, was du einzahlen kannst. Rechne mit mehreren Entwicklungen. Verwechsle den möglichen Endwert nicht mit einer Zusage.
Deine Checkliste für eine realistische Sparrechnung
- Anfangskapital und regelmäßige Einzahlungen sind getrennt erfasst.
- Laufzeit und Einzahlung am Monatsanfang oder Monatsende sind eindeutig.
- Jahres- und Monatsrendite passen rechnerisch zusammen.
- Wiederanlage und Kosten sind klar behandelt; nichts wird doppelt gezählt.
- Einzahlungen und modellierter Gewinn oder Verlust sind getrennt sichtbar.
- Schwache Entwicklungen und eine mögliche Sparpause sind berücksichtigt.
- Ich weiß, welche Steuern fehlen und welche Kaufkraft der Zielbetrag hätte.
- Mein Plan funktioniert ohne eine garantierte Rendite oder Verdopplungszeit.
Du musst deine finanzielle Zukunft nicht auf den Euro genau vorhersagen. Es reicht, die wichtigsten Stellschrauben zu verstehen und einen Plan aufzubauen, den du mit deinem Budget tragen kannst. Regelmäßiges Sparen schafft die Grundlage. Was die Märkte daraus machen, bleibt offen.
Dieser Beitrag vermittelt allgemeines Finanzwissen und ersetzt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung.
Quellen
Abruf und inhaltlicher Abgleich: 7. Oktober 2026. Alle Zahlenbeispiele stammen aus dem eigenen Rechenmodell, nicht aus diesen Quellen. Anbietertexte dienen nur zur Erklärung von Funktionsweise, Risiken und Kosten; Werbung und Produktpräferenzen werden nicht übernommen.
- Vanguard: ETFs im Überblick. Primärquelle eines Fondsanbieters zu Ertragsverwendung und Anlagerisiken. Ergänzend: ETFs für Anfänger für Kursveränderungen und Dividenden. Keine Ableitung einer erwarteten Rendite.
- Vanguard: ETF-Kosten. Laufende Fondskosten, TER sowie mögliche Handels- und Depotkosten. Keine aktuellen Preisvergleiche übernommen.
- Investmentsteuergesetz § 18: Vorabpauschale. Deutsches Recht. Überblick über die Ertragsarten ergänzend anhand des Investmentsteuergesetz, §§ 16–19, amtlich bereitgestellte Gesamtausgabe.
- Investmentsteuergesetz § 20: Teilfreistellung. Deutsches Recht; im Artikel auf qualifizierende Aktienfonds im Privatvermögen bezogen.
- Deutsche Bundesbank: Preisstabilität. Zusammenhang von Inflation und Kaufkraft. Die Inflationsannahme im Beispiel ist redaktionell gewählt.
Allgemeines Finanzwissen, keine individuelle Anlageberatung. Anlagen können zu Verlusten führen.
